» Der Gott des Gemetzels


„Der Gott des Gemetzels“ kommt nach Landshut

 

Am 19.03.2020 kommt "Der Gott des Gemetzels" nach Landshut.

 

Mit Sebastian Edtbauer, Ina Meling, Cornelia von Fürstenberg, Matthias Ransberger

Inszenierung: Johannes Rieder

 

„Der Gott des Gemetzels“ ist eines der meist gespielten Stücke der vergangenen Jahrzehnte und wurde unter der Regie von Roman Polanski erfolgreich fürs Kino verfilmt. Niemand hat das weltbekannte Kammerspiel jedoch so auf die Bühne gebracht wie die Münchner Theatergruppe Wirtshausmannschaft: hintergründig und boshaft wie in der Originalfassung, aber auf bairisch. Fernab von Dirndl- und Lederhosenromantik verleiht die Rauheit der bairischen Sprache den Figuren eine Intensität, der man sich kaum entziehen kann.

 

Der Sohn von Alex und Annette Huber hat dem Sohn von Micha und Veronika Rey zwei Vorderzähne ausgeschlagen. Also beschließen die beiden Ehepaare, sich zu treffen und sich gütlich zu einigen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Was als versöhnliche Übereinkunft bei Kaffee und Kuchen beginnt, eskaliert zur verbalen Schlammschlacht, bei der alle Masken des zivilisierten Bürgertums fallen.

 

Die Eindringlichkeit dieser Inszenierung hat auch die Autorin Yasmina Reza überzeugt, die bis dahin Aufführungen in jeglicher Dialektform abgelehnt hatte.

 

Pressestimmen nach der Premiere im Münchner Heppel & Ettlich im April 2018:

„Bösartig und elegant - wie das Original!“  Der Klang von Heimat | Bayerischer Rundfunk

„[Es wird] fernab von bairischer Heimeligkeit […] ein herrlich amüsantes Gemetzel angerichtet.“  Süddeutsche Zeitung

„Hochkultur wird bayerisch! […] Der Beweis: Mundart kann genauso fein und scharf sein wie Hochsprache und - noch unmittelbarer.“ capriccio Kulturmagazin | Bayerischer Rundfunk

„In deftiger Mundart ist natürlich die Hülle der Hochkultur besonders dünn, doch Johannes Rieder gelingt es, einen sehr authentisch klingenden, alpennahen Zungenschlag ohne Lederhosenfolkore sprechen zu lassen.“ Abendzeitung

„Zermetzeln kann man sich, wie nun zu sehen war, auch hervorragend auf bairisch [...] Sehr fein alles, nicht nur die Sprache, auch beim allmählichen Entgleisen der Mimik zuzusehen, war wunderbar. Mehr braucht es dann manchmal gar nicht als eine Bühne, Sofa, Tulpen (und einen Kokoschka zum Speibn), und natürlich eine einfallsreiche Fünfertruppe.“  Barbara Knopf | Bayern2

„Bairisch als satisfaktionsfähige Bühnensprache. […] Die interessanteste Produktion in dieser Hinsicht kommt aus München. Da hat ein neu formiertes Ensemble [...] das weltbekannte und viel prämierte Kammerspiel Der Gott des Gemetzels von Yasmina Reza in bairischer Sprache auf die Bühne gebracht.“ MUH

 

Die Autorin

Yasmina Reza, geboren 1957 in Paris, ist Meisterin darin, hinter den Fassaden der scheinbar zivilisierten und weltoffenen Bourgeoisie in die Abgründe zu blicken. Für den Welterfolg Der Gott des Gemetzels wurde sie mit dem Tony Award und dem Laurence Olivier Award ausgezeichnet. Sie gehört zu den meist gespielten Theaterautoren, ihre Texte wurden in mehr als 40 Sprachen publiziert.

 

Die Sprache

Die freie Münchner Theatergruppe Wirtshausmannschaft hat dieses Stück in bairischer Sprache auf die Bühne gebracht, der Dialekt soll hier als reine Kunstsprache ohne Folklore und Klischees etabliert werden. Die Übersetzung von Sebastian Edtbauer wurde während der Probenarbeit an den jeweiligen Dialekt der Schauspieler angepasst.

 

 

       JOHANNES RIEDER, geboren und aufgewachsen in München, Regie- und       
       Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule. Inszenierungen am Schauspiel
       Hannover, am Stadttheater Bern, am Deutschen Theater Göttingen und in der freien
       Szene in der Schweiz und in München.

 

       Neben der Regietätigkeit arbeitet er als Sozialarbeiter mit jugendlichen Geflohenen in    
       München und als freier Mitarbeiter im Susanna Rieder Verlag, einem Kinder- und
       Jugendbuchverlag.

 

               

 

 

 

INA MELING ist gebürtige Oberbayerin. Seit ihrem Schauspieldiplom ist sie als              freischaffende Schauspielerin tätig. Neben Gastengagements an den Stadttheatern              Regensburg, Augsburg und dem Thalia Theater Hamburg spielt sie bei den     Luisenburg Festspielen in Wunsiedel drei Jahre neben Michael Lerchenberg die Rolle der Marei im Brandner Kaspar, für die sie unter anderem 2013 mit dem Nachwuchs-Förderpreis ausgezeichnet wird. Neben Engagements am Metropoltheater spielt sie in München auch im Lustspielhaus und in der Reithalle. Sie ist regelmäßig in Fernsehserien wie Die Rosenheim Cops, München 7, Franzi oder Schafkopfen zu sehen. 2015 spielt sie an der Seite von Bully Herbig im                Hauptcast von Bully macht Buddy und im Kinofilm Mara und der Feuerbringer.

 

 

 

CORNELIA VON FÜRSTENBERG wird in Rosenheim geboren und wächst in        München auf. Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Ihr Erstengagement führt sie zum Theater des Kantons Zürich, später arbeitet sie als          freischaffende Schauspielerin (Münchner Kammerspiele, Residenztheater, Akademie Theater, Kleines Theater Landshut). Zuletzt war sie im Stück Schwestern im Hofspielhaus zu sehen. Außerdem steht sie regelmäßig vor der Kamera (u.a. Der Räuber Kneissl von Marcus H.Rosenmüller, Die Rosenheim Cops oder Um Himmels Willen). Seit 2018 betreibt sie mit ihrem Mann Nikolaus von Fürstenberg das        traditionsreiche Schaustellergeschäft Der königlich bayerische Hofphotograph, mit dem sie unter anderem auf der Wiesn zu finden sind.

MATTHIAS RANSBERGER wächst in Fischbachau und Unterhaching auf, er studiert Schauspiel an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Theaterengagements führen ihn nach Bozen, zu den Luisenburgfestspielen nach Wunsiedel, Gera und München. Hier war er zuletzt in Stefan Kastners Produktion Die Haltestelle im Theater Schwere Reiter zu sehen. Er steht regelmäßig vor der Kamera (Polizeiruf 110, Danni Lowinski oder München Mord). Im Kino war er unter anderem zu sehen in Eine ganz heiße Nummer, Kolhaas - oder die                 Verhältnismäßigkeit der Mittel oder Maria Mafiosi. Matthias Ransberger arbeitet als Synchronsprecher unter anderem für die Serien Jane the Virgin oder Game of Thrones.

SEBASTAN EDTBAUER wächst im Chiemgau auf, studiert Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule und arbeitet seither an Bühnen in Bern, Solothurn, Wunsiedel, Linz, Wien, Klagenfurt und zur Zeit am Lustspielhaus München in der         Stubenoper „Der varreckte Hof“ von Georg Ringsgwandl. Er ist regelmäßig für Fernsehfilme und -serien tätig (u.a. München Mord, Matula, Der Alte,     Frühling). Zur Zeit ist er im Hauptcast der ZDF/ORF-Koproduktionen Lena Lorenz undDie Toten von Salzburg zu sehen. Edtbauer zeichnet für die Übertragung des Stückes in die bairische Sprache verantwortlich, basierend auf der Übersetzung aus dem Französischen von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel .

 

Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets gibt es unter www.romanhofbauer.de sowie bei allen bekannten VVK-Stellen.